Fussel von den Streeken

Am 10. Juni 2024 hat Leo seinen Kumpel bekommen. Eigentlich war geplant, wenn Dietrich 2024 in Rente geht, haben wir viel Zeit für den Welpen, seine Erziehung und Aktivitäten mit unseren Hunden. Aber Fussel's Mama Audrey hatte andere Pläne und wurde wesentlich früher läufig als gedacht. So wurde es schon Juni und wir haben die ersten Wochen mit Homeoffice und getrenntem Urlaub überbrückt.

Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Den Kosmos-Hundeführer kennen wir inzwischen rauf und runter. Über zwei Jahre haben wir auf Ausstellungen, bei Züchtern, im Internet gesucht. Viele Rassen standen auf der "Schauen wir uns mal näher an"-Liste. 

Ihr fragt Euch bestimmt, warum nicht ein zweiter Cairn? Weil Leo "einzigartig" ist und bleiben soll. 
Er ist ein Traum von einem Cairn.

Welche Rassen standen auf der Liste? Da war der Border Terrier, weil ich dieses "grumpy face" und seine Fröhlichkeit liebe. Der Hollandse Smoushond, aber den gibt es nur für Holländer, um die Rasse engmaschig zu begleiten, da sie sehr selten und im Wiederaufbau ist. Das Kooikerhondje und der Stabyhoun, auch Holländer. Der Dansk Svensk Gardhund, der Welsh Springer Spaniel und der Österreichische Pinscher. Wir haben den Brasilianischen Terrier in Betracht gezogen und auch kurz seinen spanischen Kumpel, den Ratonero Bodeguero Andaluz. Natürlich haben wir auch über einen Hund aus dem Tierschutz nachgedacht. Doch letztendlich sind wir wieder bei der Rasse gelandet, die mich seit über 30 Jahren fasziniert, der Kromfohrländer. Für mehr Informationen zum Kromi bitte weiterscrollen.

Fussel denkt über seinen neuen Kumpel Leo nach: "Ob der mich wohl mag?"
Übrigens: Alle Neuigkeiten zu Fussel und Leo findet Ihr unter "News"

Die ersten 4 Wochen im neuen Zuhause...

Die Anfänge...

Geburt, Familie, die ersten Wochen noch bei Katrin, erstes Kennenlernen, kurz vor der Abgabe

F-Wurf von den Streeken

Im Alter von knapp 6 Wochen wussten wir, unsere kleine Nummer 6, unser Wunschhund der ersten Minute, wird unser Fussel!

Kromfohrländer?

Was ist denn das für eine Rasse?

Diese Frage bekommt man oft zu hören. Ich versuche es mal mit meinen eigenen Worten zu erklären.

Der Kromfohrländer (liebevoll auch Kromi genannt) ist eine ziemlich junge Rasse, sie wurde erst 1955 vom VDH anerkannt, Ilse Schleifenbaum sei Dank. Der Name Kromfohrländer ist der Heimat von Ilse Schleifenbaum geschuldet, "Krom Fohr", ein Tal bei Siegen, bedeutet "Krumme Furche".

Um die Ursprünge der Rasse ranken sich viele Geschichten. Überliefert ist, dass die Rasse auf Peter, evtl. ein Bretonischer Griffon, und Fiffi, vermutlich eine Foxterrierhündin, basiert. Aus dieser Verpaarung und deren Nachkommen ist die Rasse entstanden, nicht nur einmal war auch Inzucht und Inzest im Spiel. Und genau das ist auch das Problem, welches sich bis heute in den vielfältigen, gesundheitlichen Problemen der Rasse widerspiegelt. Es gibt natürlich auch gesunde, reinrassige Kromfohrländer oder Kromfohrländer, die mit ihren gesundheitlichen Defiziten und Erbkrankheiten alt werden können. Aber Krankheiten wie Epilepsie, Ellbogendysplasie und Arthrosen, hereditäre Fussballen Hyperkeratose, von Willebrandt (meist Typ 1), hereditäre Katarakt, Hyperurikosurie und Cystinurie, Cushing und diverse Autoimmunerkrankungen treten häufig oder immer wieder auf. Für einige der genannten Krankheiten gibt es inzwischen Gentests, mit denen nachgewiesen werden kann, ob die Hunde Anlagen- oder Merkmalsträger sind. Aber das setzt natürlich voraus, dass alle Kromfohrländer diese Gentests machen, dass die Ergebnisse dokumentiert werden und - genutzt werden. Bei der Cystinurie wird geforscht, aktuell gibt es einen Test, der erhöhte Werte nachweist (COLA-Test).

Umfassende Informationen zum Thema "Krankheiten finden Sie auf der Seite des VRK https://www.vrk-rauhaarige-kromfohrlaender.de/kromfohrländer/krankheiten/.

Zitat VRK: Per Stand Februar 2023 sind beim Kromfohrländer die Erkrankungen Digitale Hyperkeratose, von Willebrand Typ I, Hyperurikosurie und Degenerative Myelopathie beim Gentest von MyDogDNA inkludiert und für uns relevant. (Quelle: https://www.vrk-rauhaarige-kromfohrlaender.de/zucht-im-vrk/gentests-beim-kromfohrländer/)


Auch das Wesen des Kromfohrländers hat sich über die Jahrzehnte verändert. Es fallen immer wieder unsichere und ängstliche Hunde auf, manche werden aggressiv oder gar bissig. Sogar Ilse Schleifenbaum und Otto Borner, dem damaligen Geschäftsführer des VDH war klar, dass die Rasse ohne Genauffrischung keine Zukunft haben würde, es wurde ein weiterer, vermutlich Foxterrier eingekreuzt. Doch auch das war zu wenig frisches Blut.

Das wurde dann auch einigen Züchtern aus Reihen des RZV klar, sie traten aus dem Rassehundezuchtverein aus und gründeten 2004 eine Interessengruppe (IGRK) mit dem Ziel, den Genpool der Rasse zu vergrößern. Aber, eine Interessengruppe ist kein Verein, auch wenn allen das Wohl der Rasse am Herzen lag, so fehlten doch klare Strukturen und Verantwortlichkeiten.  Aus diesen Gründen traten einige Züchter aus der IGRK aus. 2011 wurde dann der VRK - Verein Rauhaarige Kromfohrländer gegründet. Ein Verein bietet Strukturen, Verantwortlichkeiten mit einem Vorstand und Zuchtwarten, eine Zuchtordnung und vor allem ein zukunftsorientiertes Zuchtkonzept. Der VRK ist der erste Verein, der sich ausschließlich einem Einkreuzprojekt für den rauhaarigen Kromfohrländer widmet. Die IGRK hat sich Ende 2019 aufgelöst.

© Lisette Feldmeier, https://www.kromfohrlaender-vom-chirsgarten.ch/
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Warum soll es ausgerechnet ein Kromfohrländer werden?

Meine Gedanken zum Kromi

In den Neunziger Jahren lernte ich meinen ersten Kromi kennen. Eine langhaarige Hündin aus der Schweiz, Nina von Harzis, Rufname „Nuria“. Sie war noch ein Welpe und sollte zur Rettungshündin ausgebildet werden. Nuria wuchs in einer tierlieben Familie auf, in der auch eine wundervolle, ältere Langhaarschäferhündin „Basca“ an der Erziehung beteiligt war. 

 

Nuria war etwas zurückhaltend und bei der Ausbildung sehr vorsichtig, dabei aber trotzdem neugierig und sehr gelehrig. Es hat mich fasziniert, wie leichtfüßig sie die Trümmer-ausbildung absolvierte, wie gut abrufbar sie in der Fläche war, bei fast keinem Jagd- aber hohem Spieltrieb. Wenn sie einen kannte, war sie freundlich und lieb, geradezu schmusig und ein absoluter Clown. Die Liebe für den Kromfohrländer war entbrannt. Über die Jahre lernte ich weitere Kromfohrländer kennen und besonders die Rauhaarigen schlichen sich tief in mein Herz. Doch je mehr ich mich mit der Rasse auseinandersetzte, um so mehr lernte ich auch über die Schattenseiten. 


Nachfolgend ein paar wunderschöne Fotos von einem anderen, unvergessenen, langhaarigen Kromi, er sieht Nuria so ähnlich.

Als wir uns vor etwas über 5 Jahren auf die Suche nach einem reinrassigen Nachfolger für unseren Schnauzer-Mix Moritz machten, war klar: rauhaarig, maximal mittelgroß, hell (wir hatten seit Jahrzehnten nur schwarze Hunde), gelehrig, treu und gerne ein Clown.

Wieder recherchierte ich über den Kromfohrländer und war entsetzt, wie sich die Rasse entwickelt hatte. Die Aussicht auf Autoimmunerkrankungen, Erbkrankheiten und Einschränkungen im Hundeleben und möglicher früher Tod schreckten uns ab. Eigentlich soll ein Kromi eine Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren haben, doch ich hörte von so vielen, die keine sechs Jahre alt wurden. Eine Rasse mit so vielen Baustellen kam nicht in Frage.

 

Auf der Suche nach einer gesunden und robusten Rasse sind wir auf den Cairn Terrier gekommen. So kam Leo, ein 10 Monate alter Züchterrückläufer, in unser Leben. Nun ist er schon 6 Jahre alt, gar nicht typisch Cairn, sondern eher ruhig und gemütlich, wie es eine Richterin in einen Ausstellungsbericht geschrieben hat. Er ist geduldig, gelehrig und auch manchmal stur. Wir haben viele nette Cairn-Leute kennengelernt und Freundschaften geschlossen. Es gibt die Cairn-Aktiv-Wochenenden und Cairn-Wanderungen, zudem eine nette Facebookgruppe, die Cairnigen Kobolde. Wir lernten Hundeausstellungen als Aussteller kennen, Leo hat die Zuchtzulassung mit Körung und ist inzwischen VDH- und Schweizer Ausstellungschampion. Wir überlegen, in der Veteranenklasse noch einmal anzutreten. Aber mit 34cm und knapp 12kg liegt er über dem Standard. Seine ursprüngliche Arbeit, den Hof von Ratten und Mäusen zu befreien, Füchse und Otter zu jagen und in Tierbauten zu gehen, könnte er nicht mehr ausführen. Zu groß und zu schwer, das Leid vieler Rassen. Auch der Cairn Terrier hat mehr und mehr mit Erbkrankheiten zu kämpfen, zudem mit Unverträglichkeiten, die zu Allergien führen können.

Gibt es überhaupt noch eine gesunde Rasse? 

 

2024, wenn mein Mann in Rente geht, soll ein Welpe unser Leben bereichern. Und wieder ging die Suche nach der passenden Rasse los. Erneut wurde viel recherchiert, Gespräche mit Züchtern geführt, Vor- und Nachteile abgewogen, mit besonderem Augenmerk auf Charakter und Gesundheit. Ich ging in die Tiefe und stellte fest, dass viele Rassen inzwischen Probleme haben, egal ob junge Rassen, alte Rassen, seltene Rassen aber auch Rassen, von denen ich es nie gedacht hätte, wie Pudel oder Dobermann. 

Also doch wieder ein Mischling, wie Barry, Piero und Moritz zuvor?

Spinnen wir den Gedanken weiter: zwei Rassen, die verschiedene und wohlmöglich viele Gendefekte haben, vermehren sich, habe ich dann gesunde Mischlinge oder eher einen Riesentopf voller ungeahnter Probleme, weil Mischlinge eben nicht wie Rassehunde vor der Verpaarung diversen Gentests und Untersuchungen unterliegen? Vorausgesetzt, sie kommen von einem verantwortungsvollen Züchter!

© Britta Bessey, www.xn--rotenbeker-vierpfter-kbc.de/
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Da Dietrich gerne einen größeren Hund wollte, informierten wir uns sehr eingehend über den Österreichischen Pinscher. Wir lernten einige auf Ausstellungen kennen, traten Facebook-Gruppen bei und lasen das einzige Buch, das es über den Öpi gibt.  Aus meinen Urlauben in Meran kannte ich diese Pinscher, die Hofhunde der Bauern und habe sie als Allrounder kennengelernt. Hüten, Bewachen, den Hof von Ungeziefer freihalten, dabei etwas zurückhaltend aber doch freundlich, mit wenig Jagdtrieb. 

 

Der Österreichische Pinscher ist eine alte Hunderasse, die in den 1970er-Jahren fast ausgestorben wäre. Nur ein Rüde war übrig. Dieser wurde mit Hunden, die dem Österreichischen Pinscher von Optik und Wesen her ähnelten, verpaart. Diese „Landpinscher ohne Stammbaum“ vergrößern den Genpool. Auch heute noch arbeiten Rassezuchtverein und das Landpinscherprojekt Hand in Hand, um die genetische Vielfalt hoch und den Inzuchtkoeffizienten niedrig zu halten, um so der Rasse das Überleben zu ermöglichen. Das hat mir imponiert, nur leider ist er uns neben Leo zu groß und zu schwer und vor allem nicht rauhaarig. 

 

Solche Einkreuzprojekte würden vielen alten und seltenen Rassen gut tun, denn auch die anderen Rassen, die wir uns näher angeschaut haben, kämpfen mit der mangelnden Genvielfalt. Nova Scotia Duck Toller, Kooiker, Stabyhoun (kreuzt Wetterhoun ein), Hollandse Smous (kreuzt Border Terrier ein), Welsh Springer Spaniel (ganz wenig Züchter und Welpen in Deutschland, das gleiche gilt für den Brasilianischen Terrier). Der Dansk Svensk Gardhund stand zum Schluss ganz oben auf der Liste, ist er doch eher dem Pinscher denn dem Terrier ähnlich, doch ist er uns zu klein und - wir mögen es halt lieber rauhaarig. 

Die Suche ging also weiter und zurück zum Anfang, zum Kromfohrländer. Da uns Ausstellungen und damit die Reinrassigkeit nicht mehr wichtig waren, fiel mein Augenmerk auf die Einkreuzprojekte. Uns waren das Wesen und die Gesundheit wichtig und nebenbei - natürlich die Rauhaarigkeit. Ebenfalls wichtig war uns ein schlüssiges Konzept, welches die Rasse langfristig auf „gesunde Füße“ stellt und nicht zu früh zurückkreuzt. Eine hohe genetische Vielfalt, ein niedriger Inzuchtkoeffizient, DNA-Tests, Ahnenforschung und gesundheitliche Untersuchungen, gespeichert in einer umfassenden Datenbank, dazu Rauhaarigkeit und Unterstützung der Besitzer und Züchter, so sind wir beim VRK – Verein für rauhaarige Kromfohrländer e.V. gelandet. Natürlich gibt es keine Garantie für einen gesunden Kromi aus dem Einkreuzprojekt, aber im VRK werden alle zur Zeit möglichen Maßnahmen ergriffen, um ein Risiko so gut es geht auszuschließen und dazu gehört auch ein großes Augenmerk auf das Wesen der Hunde.

 

Ich stand schon längere Zeit locker in Kontakt mit Lisette Feldmeier, so fügte sich eins zum anderen und seit Januar 2023 sind wir Mitglied im VRK. Wir haben auch schon Kontakt zu einer tollen Züchterin aufgenommen, die wir im April besuchen werden, um uns persönlich kennen zu lernen. Vorher wollen wir uns noch mit Kromibesitzern in unserer Nähe treffen und den Kromi-Spaziergang bei Lisette in der Schweiz mitmachen. Viele Informationen zum Kromi, zu Lisettes Zucht, ihr Engagement im VRK und ihr Einsatz für diese tolle Rasse können Sie auf Ihrer Homepage nachlesen https://www.kromfohrlaender-vom-chirsgarten.ch/.

© Katrin Dübbers, www.kromi-von-den-streeken.de/
Es ist noch nicht zu Ende, gerne weiterscrollen.

Wir hoffen also auf einen Welpen in 2024 – endlich – ein Traum soll wahr werden. 

 

Ein weiterer Traum wäre, wenn beide Einkreuzprojekte und der RZV sich zusammentun und gemeinsam für den Erhalt der noch jungen Rasse eintreten, beim ÖPI funktioniert das doch auch! Ohne reinrassige Kromis zum Einkreuzen, können die Projekte nicht auf Dauer existieren und ohne Einkreuzung stirbt der reinrassige Kromi über kurz oder lang aus, eher kurz als lang. Wenn mir das nicht schon vorher mit meinen rudimentären Kenntnissen der Genetik aus Schulzeiten klar war, dann spätestens mit Lesen des Buches „RasseHUNDEZUCHT – Genetik für Züchter und Halter“ von Irene Sommerfeld-Stur. 

 

Auf Seite 221 geht sie näher auf das Thema „Kreuzungen“ ein, auf Seite 223 auf die Erweiterung der genetischen Varianz und nennt hier explizit den Kromfohrländer, der nur auf zwei (drei) Stammhunde zurückgeht. Von Anfang an war die genetische Varianz gering und wurde im Verlauf der Generationen noch geringer, schreibt Sommerfeld-Stur. Die Folgen seien nicht nur schwerwiegende Autoimmunerkrankungen sondern auch andere genetische Erkrankungen wie Cystinurie, Hyperkeratose der Pfotenballen, Epilepsie und Katarakte. 

 

Sie schreibt: Für Liebhaber der Rasse eine traurige und ausweglose Situation.

 

Sie schreibt weiter: Vorstöße, ein Kreuzungsprogramm zur Erweiterung der genetischen Basis durchzusetzen, scheiterten an verbandspolitischen Vorbehalten. 

 

Sie verweist auf die beiden Einkreuzprojekte mit brauchbaren Konzepten, die beide die Erweiterung der genetischen Varianz durch Veredlungskreuzungen anstrebten. Sie nennt ebenfalls das Landpinscherprojekt des Klubs für Österreichische Pinscher, welches unter Akzeptanz des ÖKV durchgeführt wird. 

 
Ich frage mich, wie können Kromizüchter des RZV sagen, dass die Rasse gesund ist und dass doch frisches Blut „aus dem Ausland“ einfließt, wenn doch auch diese Hunde auf die gleichen Stammhunde zurückgehen?  Zudem habe der RZV alles im Griff, es würden umfassende Tests durchgeführt und in einer Datenbank dokumentiert. Im gleichen Atemzug wird dann gesagt, dass die Tests aber für den Kromi gar nicht aussagekräftig wären und bei Verpaarungen nur bedingt oder gar nicht drauf geachtet wird, in wie weit Anlageträger und Anlageträger, zum Beispiel von „von Willebrandt“, „verhochzeitet“ werden. 

 

Die Rasse basiert auf Inzucht und Inzest, mit nur zwei/drei Stammhunden und ohne frisches Blut durch Einkreuzungen, ist sie zum Tod verurteil. Es ist kurz vor 12, nur keiner hat den Knall gehört. 

 

Unser Fazit: Wir werden den VRK unterstützen und werden unseren zukünftigen Rüden, bei Eignung, auch zur Zucht zur Verfügung stellen, weil wir die Rasse erhalten möchten. Und – wir werden die Hoffnung nicht aufgeben, dass eines Tages alle an einem Strang ziehen, zum Erhalt der sympathischen Rasse.

© Christine Böhlen, https://dog-knowhow.ch/de/dogknowhow/philosophie
Es kommt noch mehr, bitte weiterscrollen.


So schließt sich also der Kreis, nach über 30 Jahren Sehnsucht und Liebe zu einer Rasse. Mit unserer Mitgliedschaft im VRK möchten wir dazu beitragen, die Rasse wieder gesünder und wesensfester zu machen und dabei die rassetypischen Eigenschaften und das Aussehen des rauhaarigen Kromfohrländers beizubehalten.

Wer weiß, vielleicht kommt in ein paar Jahren auch eine Hündin zum Rudel dazu und wir entscheiden uns für eine kleine Zucht. Aber dazu muss ich erst in Rente sein und mich mit dem Gedanken anfreunden, die Welpen dann auch in gute Hände abzugeben. Alles Zukunftsmusik, eins nach dem anderen und das bedeutet jetzt erst einmal warten und hoffen auf einen passenden Welpen.

 © Britta Bessey, www.xn--rotenbeker-vierpfter-kbc.de/
Es gibt vor dem Welpeneinzug noch viel zu tun, zum weiterlesen bitte scrollen.

In der Zwischenzeit frischen wir unser Welpenwissen wieder auf, denn die Welpenzeit mit Moritz ist 20 Jahre her.
Ich habe mir Dutzende Welpenbücher gekauft oder auf den Kindle heruntergeladen und verschlinge eines nach dem anderen. Dietrich wird natürlich eingespannt, er darf die lesen, die mir gefallen. Das führt uns klar vor Augen, was wir mit Leo doch alles falsch, nein besser anders, gemacht haben. Beim nächsten Hund wird sowieso alles anders (das haben wir nach Barry bei jedem Hund gesagt).

Wir haben zum Glück ganz tolle Hundetrainer mit Karin und Karl-Heinz Noeske von KANOS gefunden. Sie kennen Kromfohrländer und helfen uns jetzt schon, uns gut auf den "Neuen" vorzubereiten.

Der VRK steht seinen Züchtern und Kromi-Besitzern immer mit Rat und Tat zur Seite und hat ein offenes Ohr für die Nöte und Sorgen. Es werden Kromi-Spaziergänge angeboten und Seminare und es empfiehlt sich, diese zu besuchen, denn der Kromi hat seine Eigenarten, mit denen man vor allem in der Pubertät umzugehen wissen muss.

Der Kromfohrländer ist eine intelligente Hunderasse, die eine konsequente aber dabei gefühlvolle Führung braucht.
Dabei ist die Rasse für jeden Hundesport zu haben. Darum schauen wir uns jetzt schon die möglichen Hundevereine an. Davon profitiert natürlich auch Leo, denn aufgrund von Corona haben wir den Hundeverein nach dem Team-Test verlassen. Wie mit Moritz wollen wir auch mit dem "Neuen" in die Welpenschule gehen, danach in die Junghundegruppe und die Begleithundeprüfung wird angestrebt. Ob es danach ins Agility, Hoopers, Rally Obedience, oder Mantrailen geht, werden wir sehen. Wir denken, dass er sich von Leo auch ein paar Tricks abschauen wird. 

Aber, wie soll der Neue denn heißen? Natürlich überlegen wir uns auch schon Namen für den Neuzugang im Hause von Garn.

© Rainer Posert, www.posert.de
Wie soll er denn heißen? Wer das wissen möchte, darf gerne weiterscrollen.

Ich bin ja schon ein kleines bisschen abergläubisch und bis ein Welpe auf der Welt ist, kann so viel passieren. Der Rüde mag die Hündin nicht, die Hündin mag den Rüden nicht oder nimmt nicht auf, es fallen keine Rüden und was noch so alles passieren kann, da mag ich gar nicht dran denken. Aber auch mit diesen Ängsten fühlen wir uns beim VRK gut aufgehoben, darum erlauben wir es uns, über Namen nachzudenken.

Ich fände es schön, wenn der Züchtername gleichzeitig auch der Rufname ist. Viele Züchter gehen da auch auf die Vorschläge der neuen Besitzer ein. Darum überlegen wir uns Namen von A bis F und M (das sind die Möglichkeiten für 2024) und für beide Geschlechter. Man weiß ja nie, vielleicht ist der Welpe, der am besten zu Leo und uns passt, eine Hündin?

A - Aengus, Aenne, Aeffchen, Archimedes (Archie), Aristoteles (Ares), Alwin, Alf(io), Anton(ius = Tünnes), Ante
B - Bramble
C - Cörrie, Curry, Cottan
D - Dambedei, Darius
E - Etna, Emil
F - Fussel, Fritz, Frisbee, Flint/Flynt, Floppy, Fchen (gesprochen Effchen), Freitag, Ferdi, Freddie, Freud, Flo(h)
      Fielfraß und Freibier sind zu Dietrichs Enttäuschung nicht mehr im Rennen.
M - Mörfi (Murphy)

Und falls uns der Name auf den Papieren nicht gefallen sollte, wird es eben einen Zweitnamen geben, dann käme auch noch Mörfi (deutsch für Murphy) in Betracht. Unsere Favoriten sind aber zur Zeit Fritz und auch Fussel, da Fussel für beide Geschlechter passt.

© Rainer Posert, www.posert.de
Und nun noch ein paar schöne Bilder zum Genießen.

© Lena Rathje

© Katrin Dübbers, www.kromi-von-den-streeken.de/

Fotos © Katrin Dübbers, www.kromi-von-den-streeken.de/

Bruni vom Rheitlager Hof - https://www.von-den-rieslingreben.de/

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VRK - Der Verein für den Kromfohrländer
mit ausschließlichem Einkreuzprojekt
Zucht auf Basis von Wesen, Gesundheit und Rauhaarigkeit

www.vrk-rauhaarige-kromfohrlaender.de